Rundgang "Zwischen Hörsaal und Handel - Rundgang zur kolonialen Geschichte des Univiertels"

Zwischen Hörsaal und Handel – Rundgang zur kolonialen Geschichte des Univiertels

Das Univiertel ist ein zentraler Ort für Hamburgs koloniale Verflechtung. Die Universität entstand selbst aus dem „Hamburgischen Kolonialinstitut“, das von 1908 bis 1919 koloniales Wissen produzierte und damit Handel, Expansion und Verwaltung unterstützte. Geografie, Ethnologie und Wirtschaftswissenschaften entwickelten Methoden und Sammlungen, die Ausbeutung der Kolonien und ihrer indigenen Bevölkerungen legitimierten. Auch Unternehmensstiftungen, akademische Netzwerke und wissenschaftliche Karrieren waren eng mit dem Kolonialinstitut verflochten. Denkmäler, Straßenbenennungen und museale Bestände prägten zudem das gesamte Viertel als Schaufenster imperialer Ansprüche und des aus kolonialem Handel erwirtschafteten Reichtums. Der Rundgang zeigt, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung aktiv am kolonialen Projekt mitwirkten und welche Spuren davon bis heute sichtbar sind.

Treffpunkt: Vor dem Hauptgebäude der Uni Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1

Dauer: 2,5 Std.

Leitung: Malina Emmerink

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eintritt: 8 Euro

Für Mitglieder der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel frei

Ich freue mich auf Euch!