Vom Baakenhafen in die Welt // Filmreihe & Dialog zu Hamburgs kolonialer Geschichte

Hamburg war schon immer eine globale Stadt. Am Baakenhafen, wo heute Wohnhäuser und Einkaufszentren stehen, war viele Jahre lang der internationale Knotenpunkt für den Transport von Menschen, Tieren, Waren und Waffen im kolonialen Handelsnetz. Wie ragt die koloniale Vergangenheit in die Gegenwart des Baakenhafens hinein? Wie können Initiativen aus der Stadt und Anwohner*innen diesen Ort gestalten? Wessen Geschichte(n) sollen in Zukunft hier am Baakenhafen stattfinden und erzählt werden?

Die Filmreihe schlägt eine Brücke zwischen der urbanen Gegenwart am Baakenhafen und den oft unsichtbaren Spuren kolonialer Vergangenheit. An wechselnden Orten zeigen wir Filme und laden ein zum Gespräch, mit Aktivist*innen, Expert*innen, miteinander.

Der in der Atacama-Wüste angesiedelte Dokumentarfilm Das Salz der Wüste erzählt vom wirtschaftlichen Kolonialismus Hamburger Kaufleute in Chile und dessen Folgen bis ins 21. Jahrhundert.

Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit an einer kritischen Führung auf dem Frachtsegler Peking teilzunehmen - ein Schiff, dass eine zentrale Rolle für den Transport von Salpeter zwischen Chile und Hamburg gespielt hat.

Als Gast und Gesprächspartner*in ist die chilenische Schauspielerin, Sängerin und Dramaturgin Morín Alejandra Gonzáles Mena eingeladen, die sich in ihrer künstlerischen Arbeit schwerpunktmäßig mit antikolonialen Praktiken und Dialogen zwischen Europa und Lateinamerika auseinandersetzt.

Sonntag, 6.September 2026 // 17:00 Uhr

Screening: Das Salz der Wüste (60 min, mit deutschen & englischen Untertiteln)

mit einer Führung auf dem Frachtsegler „Peking“ und Gespräch mit der Künstlerin Morín Alejandra Gonzáles Mena

Ort: Deutsches Hafenmuseum. Stiftung Historische Museen Hamburg, Schuppen 50a, 20457 Hamburg

Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit Baugemeinschaften am Baakenhafen, dem betahaus, dem Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. Unterstützt durch das Förderprogramm „Mach den Unterschied!“ der Claussen-Simon-Stiftung. Die Veranstaltung am 6.9. findet in Kooperation mit dem Hafenmuseum Hamburg und Grenzgänge e.V. statt.