Decolonial Dialogues | Workshop: Archiving The Movement

Where Do We Come From From?

Wer erzählt Geschichte und wessen Erfahrungen werden bewahrt? Archive sind keine neutralen Orte: Sie entscheiden darüber, welche Stimmen sichtbar bleiben und welche Geschichten verloren gehen. Gerade Schwarze deutsche Geschichte wurde in institutionellen Archiven lange nur lückenhaft erfasst und erzählt. Community-basierte Archive setzen diesen Leerstellen eigene Perspektiven, Erinnerungen und Formen der Überlieferung entgegen.

Der Workshop Archiving the Movement mit Philipp Khabo Koepsell von EOTO (Each One Teach One) vermittelt Zugänge zur Schwarzen deutschen Geschichte anhand von historischen Dokumenten, Publikationen, Fotografien, Flyern, Zeitschriften und weiteren Materialien aus Bewegungsarchiven.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schwarze Geschichte in Deutschland dokumentiert, überliefert und rekonstruiert werden kann, insbesondere dort, wo Erfahrungen, Netzwerke und politische Kämpfe in institutionellen Archiven nur lückenhaft oder gar nicht erfasst wurden.

Der Workshop verbindet historische Kontextualisierung mit praktischer Quellenarbeit. Die Teilnehmenden lernen, Archivmaterial kritisch zu lesen, Dokumente zeitlich und gesellschaftlich einzuordnen, Leerstellen und Perspektiven in historischen Überlieferungen zu erkennen und unterschiedliche Quellen miteinander in Beziehung zu setzen. Dabei geht es auch um Fragen von Oral History, Zeitzeug*innenschaft, Erinnerungspolitik und den verantwortungsvollen Umgang mit Community-Wissen.

Diese Veranstaltung bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe Decolonial Dialogues und wird organisiert vom Veranstaltungsmanagement im Bereich dekoloniale Bildungsarbeit von Ossara e.V.

Anmeldelink: hamburg.global