Hamburger Südsee-Expedition

Montag 11. Mai 2026 um 19 Uhr im

Tagungsraum auf dem Ponton neben der Flussschifferkirche, Hohe Brücke 2, 20459 Hamburg

Beim Besuch des Hamburger Museums am Rothenbaum MARKK werden viele schon Exponate gesehen haben, die seinerzeit von der ‚Hamburger Südsee-Expedition‘ (1908–1910) mitgebracht worden sind. Die genauen Umstände sind bis heute vielfach nicht geklärt. Das Museum versucht, die Herkunft und kulturelle Bedeutung von über 12.000 Objekten festzustellen, trifft dabei jedoch auf unterschiedlichste Schwierigkeiten. Schwierig ist es beispielsweise, mit den nachfolgenden Generationen im heutigen Papua-Neuguinea über mögliche Rückführungen zu sprechen.

Zur Hamburger Südsee-Expedition selbst ist ein neuer dicker Forschungsbericht erschienen, der dieses größte ethnologische Forschungsunternehmen Deutschlands unter aktuellen Gesichtspunkten in den Blick nimmt: „Forscher, Händler, Indigene - Die Hamburger Südsee-Expedition in den Kolonien Deutsch-Neuguinea und Mikronesien“ von Antje Kelm und Matthias Gretzschel.

Das Buch schließt eine Forschungslücke: Dabei stehen die Begegnungen zwischen den europäischen Wissenschaftlern und den einheimischen Menschen im Mittelpunkt der Betrachtung. Auch wie dieses Geschehen heute in den damals bereisten Gebieten rezipiert wird. Das Buch ist reich bebildert mit bislang weitgehend unbekannten kolonialzeitlichen Fotodokumenten.

Am Montag den 11. Mai um 19 Uhr wird uns Co-Autor Dr. Matthias Gretzschel das 2025 erschienene Buch vorstellen, einige Passagen daraus lesen und über seine Reisen nach Papua-Neuguinea berichten.